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Generell muss die Unterbringung eines Hundes seinen Bedürfnissen (Bewegungs- und Beschäftigungsdrang) und seinen rassetypischen Eigenschaften (Größe, Haarkleid, etc.) angepasst werden. Zwergpinscher können auf Grund ihrer Größe sicherlich auch in einer Wohnung problemlos gehalten werden. Gegen einen eigenen eingezäunten Garten wird aber auch ein Zwergpinscher nichts einzuwenden haben. Mindestens zweimal täglich benötigt ein Zwergpinscher Auslauf. Wie viel Zeit hierfür einzuplanen ist, ist von vielen Faktoren abhängig. So spielen Alter des Hundes, die Wetterverhältnisse und das individuelle Temperament eine Rolle. Generell kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass ein Zwergpinscher umso ausgeglichener und zufriedener ist, je mehr Bewegung ihm geboten wird. Ausgedehnte Spaziergänge oder Wanderungen bereiten Zwergpinschern keine Schwierigkeiten, da sie über viel Ausdauer verfügen. Auch wenn der Zwergpinscher ein vermeintlich kleiner Hund ist, möchte er sich körperlich betätigen und steht größeren Rassen in seinem Bewegungsdrang in keiner Weise nach.
Zwergenrennen:....wer ist hier der Schnellste?
Den "schweren Absteig" meistern wir im Gänsemarch...
Zwergpinscher sind nicht gerne alleine und sollten, wenn sie als Einzelhund gehalten werden, nicht lange allein gelassen werden. Das „Alleinsein“ muss geübt und vom zeitlichen Umfang her langsam gesteigert werden. Mehr als vier bis fünf Stunden sollte aber kein Hund allein gelassen werden, erst Recht kein Zwergpinscher! Für den Fall, dass er länger allein gelassen wird, braucht sich sein Besitzer nicht wundern, wenn sich Nachbarn über Hundegebell oder –heulen beschweren, wenn bei der Heimkehr des Besitzers Möbel angefressen sind, Kleidung zerfetzt ist, in die Wohnung gekotet oder uriniert wurde u.a. Das sind nur einige Möglichkeiten, wie ein Zwergpinscher sein Leid zum Ausdruck bringt.
Ein erwachsener Zwergpinscher benötigt ein bis zwei Mahlzeiten pro Tag. Die Tagesration richtet sich dabei u.a. nach Größe, Aktivität und Alter des Hundes. Ein Hund mit einem Körpergewicht von bis zu 5kg sollte ca. 195 g am Tag erhalten (Richtwert). Dabei sollte auf eine ausgewogene Ernährung geachtet werden. Ideal ist es zu „barfen“ (BARF = biologisch artgerechte Rohfütterung). Das ist nicht jedermanns Sache und auch mit etwas mehr Mühe und Planung verbunden, als ein Fertigfutterprodukt zu füttern. Der Markt an Fertigfuttermitteln scheint schier endlos und unüberschaubar. Hier gilt es nicht den Lockrufen der Werbung zu erliegen, sondern genau zu prüfen, welche Inhaltsstoffe in Futtermitteln enthalten sind. Generell zeichnet sich ein gutes Hundefutter durch hochwertige Inhaltsstoffe und den Verzicht auf Zusatzstoffe aus. Frisches Wasser sollte dem Hund permanent zugänglich sein. Bei reiner Trockenfutterfütterung erhöht sich der Wasserbedarf. Hingegen liebt es der Zwergpinscher ausgiebig zu kuscheln. Das macht er natürlich mit Vorliebe auch nachts bei Herrchen / Frauchen im Bett. Dagegen ist natürlich auch nichts einzuwenden. Falls er aber dann doch in einem eigenen Bettchen schlafen soll, eignet sich ein Körbchen oder Käfig, nicht zu groß mit möglichst weicher Kuschelunterlage. Einige Zwergpinscher mögen es insbesondere nachts zugedeckt zu werden.
Das Wesen und Temperament eines Zwergpinschers bringt es mit sich, dass er gerne und viele Spielsachen sein Eigen nennt. Mit seinem Hund zu spielen ist auch unbedingt notwendig, es stärkt nicht nur die Bindung zwischen Mensch und Hund, sondern bietet ihm Abwechslung und Beschäftigung im Alltag. Aber VORSICHT: nicht alle Spielsachen, die der Markt des Heimtierbedarfs bietet, sind geeignet für Hunde. Im Gegenteil sie können gar (lebens-)gefährlich sein. Ähnlich, wie es für Kinderspielsachen (die für Hunde übrigens gänzlich ungeeignet sind) auch gilt, dürfen Hundespielsachen (etwa Bälle) nicht so klein sein, dass sie verschluckt werden können. Auch Teile an Spielsachen, die abgebissen/-rissen werden können (Augen, Nasen bei Kuscheltieren) stellen eine Gefahr dar. Ebenso bei Spielsachen, die eine Füllung haben, ist Vorsicht geboten. Diese kann herausgerissen und gefressen werden. Achten sie beim Kauf auf giftige Inhaltsstoffe, wie Weichmacher etc. Einige Zwerge lieben es stundenlang auf ihren Spielsachen herumzukauen. Geeignet sind Spielzeuge aus Leder, Holz oder Hartgummi. Spielzeuge, bei denen Sie nicht völlig überzeugt sind, dass Ihr Hund sie nicht in irgendeiner Weise zerstören und anschließend die Einzelteile verschlucken kann, sollten Sie Ihrem Hund nicht unbeaufsichtigt überlassen.
Das Opfer...ein Stofflöwe, hat kaum eine Chance. Auch Zwerge können im Rudel jagen...
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