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Wurmbefall

Auch ein gepflegter Hund kann von Parasiten heimgesucht werden. Das hat nichts damit zu tun, dass man seinen Hund nicht richtig behandelt hat, sondern ganz einfach damit, dass Parasiten überall lauern, auf der Straße, im Gebüsch oder aber auf einem anderen Hund. Rgelmäßige Kontrolle und Vorbeugung ist daher wichtig, um einen eventuellen Befall so früh wie möglich zu bekämpfen bzw. ihn gar nicht zuzulassen. Eine alte Volksweisheit besagt: Jeder Hund hat Würmer. Das ist auch gar nicht mal so falsch. Allerdings sorgen die heutigen Entwurmungsmöglichkeiten dafür, dass für den Hund und auch für uns Menschen keine gesundheitliche Gefahr davon ausgeht.

wurm

Ansteckung

Es gibt verschiedene Wege, wie sich ein Hund infizieren kann:

  • Orale Infektion (eine Ansteckung durch Mund oder Nahrung): Ansteckung erfolgt durch das Auflecken von Wurmeiern oder Larven (Spul-/Hakenwürmer) aus der Umgebung oder durch das Fressen von Zwischenwirten wie Mäuse, Vögel oder Flöhe (Bandwürmer)
  • Perkutane Infektion (eine Ansteckung über die Haut): Hakenwurmlarven können auch über die Haut in ein Tier eindringen.
  • Intrauterine und laktogene Infektion (Ansteckung über die Mutter): Ruhende Larven im Körpergewebe der Mutter werden mobilisiert und erreichen über das Blut die Gebärmutter (hier infizieren sie die ungeborenen Welpen) und die Milchdrüsen. Nach der Geburt nehmen Welpen dann die Wurmlarven (Spulwürmer) über die Milch auf.

Symptome...

...die auf einen Wurmbefall hinweisen können:

sichtbare Wurmteile im Kot (Untersuchung durch Tierarzt), Erbrechen, Blutarmut, Blut im Kot, schlechte Wundheilung, glanzloses, stumpfes Fell, Gewichtsverlust, Abmagerung, Wurmbauch (aufgeblähter Bauch bei Junghunden), verminderte Fruchtbarkeit, Leistungsverminderung, allgemin reduzierte Widerstandskraft und Vitalität

Diagnose

Generell empfiehlt es sich jeden Hund, unabhängig davon, ob er Symtome zeigt oder nicht, regelmäßig zu entwurmen (etwa alle drei Monate). Hierfür ist ein Breitspektrum-Entwurmungsmittel gegen Band- und Rundwürmer geeignet. Da eine Wurmkur für den Organismus des Hundes eine Belastung darstellt, kann man vorher aber auch eine Stuhlprobe auf Würmer untersuchen lassen. Eine eventuell überflüssige Wurmkur kann so vermieden werden, bei einem Befall kann eine gezieltere Medikamentation verabreicht werden. Zeigt ein Hund Symptome, die eine akute Behandlung erfordern, ist eine Untersuchung der Stuhlprobe unerlässlich. Nur durch die regelmäßige Entwurmung seines Hundes kann man sich selbst und seine Familie vor einer Ansteckung schützen.

wurmarten

Würmer sind Parasiten, sie leben als solche im Darm oder Magen eines Hundes (Wirtstier) und können ihm so erheblichen Schaden zufügen. Es gibt zwei Hauptarten von Würmern, die einen Hund befallen können: Rundwürmer und Bandwürmer. Zu den Rundwürmern zählen Haken-, Spul-, und Peitschenwürmer. Zu den wichtigsten Bandwurmarten zählen Fuchsband- und Gurkenkernbandwürmer sowie Taenien und Mesocestoiden.


 

Rundwürmer:

 

Name

Hakenwürmer

Spulwürmer

Peitschenwürmer

Kennzeichen hakenfömiger, blutsaugender Dünndarmparasit

rötl.-grau oder gelblich, an beiden Enden sich verjüngende Würmer mit 3 gut entwickelten Lippen

 

peitschenförmige Gestalt
Übertragung über Nahrung oder Haut

von der Mutter auf die Welpen während der Trächtigkeit, Aufnahme von Larven aus der Muttermilch, Aufnahme von Wurmeiern aus der Umgebung

 

Aufnahme von Eiern aus der Umgebung
Länge bis zu 1,2 cm

 

6 cm bis 18 cm

 

45 mm bis 75 mm
Symptome Abmagerung, Blutarmut, Durchfall

Lungenentzündung mit Husten und Nasenausfluss, Durchfall und Erbrechen, Abmagerung, allergische Hautentzündungen, Rachitis, aufgeblähter Bauch

 

Teilnahmslosigkeit, Schwäche, Fieber,Atemnot, struppiges Fell, blutige Durchfälle (z.T. abwechselnd mit Verstopfungen), Koliken, Abmagerung, Blutarmut

 


 

Bandwürmer:

 

Name

Gurkenkernwurm

Fuchsbandwurm

Taenien

Mesocestoides

Kennzeichen Darmparasit, gurkenähnliche, weißliche Bandwurmglieder sind auf dem Kot des Tieres zu sehen kleiner Wurm mit 4 Saugnäpfen und großen Haken am Kopf

4 Saugnäpfe + doppelter Hakenkranz am Kopf, bei dem sich lange und kurze Haken abwechseln

 

Kopf mit 4 unbewaffneten Saugnäpfen
Übertragung durch Flöhe durch den Verzehr von beispielsweise Mäusen

Verzehr von Mäusen und Ratten, Innereien von Wild- od. Nutztieren od. rohem Fleisch, insbes. Fleischäbfällen

 

Verzehr von Reptilien, Vögeln und Nagern
Länge bis zu 50 cm 1,4 mm bis 3,5 mm

die kleineren ca. 60 cm, die größeren bis zu 2 m

 

12 cm bis 50 cm
Symptome meist keine deutlichen Symptome, evtl. Juckreiz am After (Schlittenfahren), Verdauungsstörungen, Abmagerung u.ä. meist keine deutlichen Symptome, manchmal kleine weiße Stippchen im Kot zu finden

meist keine Symptome, manchmal weiße Glieder im Kot zu finden, bei Massenbefal: Abmagerung, Teilnahmslosigkeit, Schwäche, struppiges Haarkleid

 

keine Symptome bei Befall, Zwischenstadien können eine Bauchfellentzündung hervorrufen

 

 

 

 

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