Zwergpinscher

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Gesundheit

 

Die Gesundheit eines Hundes wird von vielen Faktoren bestimmt. Neben den genetischen Voraussetzungen spielen Umweltfaktoren (artgerechte Aufzucht und Haltung, ausgewogene Ernährung u.a.) eine entscheidende Rolle. Der Zwergpinscher ist ein robuster Hund. Im Gegensatz zu vielen anderen Kleinhunderassen treten bei ihm sehr selten Krankheiten auf.

 

Um möglichst sicher gehen zu können, dass ein Hund die besten Voraussetzungen für ein gesundes und langes Leben mit sich bringt, ist es unerlässlich, sich einen Welpen bei einem verantwortungsvollen Züchter (PSK/VDH/FCI – Züchter) zu kaufen, denn dieser hat sowohl die notwendigen Grundkenntnisse in der Genetik als auch Kenntnisse über die Vorfahren eines Welpen. Ebenso verfügt er über eine breites Wissen über artgerechte Aufzucht, Prägung und Haltung von Welpen.

 

Erbliche Krankheiten

 

Leider treten einige erbliche Krankheiten, wenn auch nur in sehr geringem Umfang, bei den Zwergpinschern auf. Zu diesen erblichen Krankheiten zählen u.a. die Patellaluxation, einige erbliche Augenerkrankungen, Cystinurie, Demodex canis (eine parasitäre Hauterkrankung) sowie Herzklappendysplasien. Ich lasse all meine Hunde freiwillig und vorsorglich, vor dem ersten Zuchteinsatz und anschließend in regelmäßigen Abständen, so wie es auch viele andere Zwergpinscherzüchter tun, auf Patellaluxation und genetisch bedingte Augenerkrankungen untersuchen.

Als verantwortungsvoller Züchter hat man die Pflicht, sich über die Ahnen der in seiner Zucht genutzten Hunde zu informieren und möglichst viele Informationen über die Gesundheit, bzw. die evtl. aufgetretenen Kankheiten in den jeweiligen Linien zu sammeln. Leider empfinden es viele Züchter immer noch als Schande, wenn eine Krankheit in ihrer Linie auftaucht, weshalb diese dann verschwiegen wird. Das hat natürlich Auswirkungen auf den gesamten Rassebestand, da diese Linien von anderen Züchtern dann nicht gemieden werden, was zu einer eventuellen Ausbreitung einer Erbkrankheit beiträgt. Ich möchte an dieser Stelle ausdrücklich feststellen, dass es nicht die Schuld eines seriösen Züchters ist, wenn ein kranker Hund in seiner Zucht auftaucht. Er führt Gesundheitsuntersuchungen durch, betreibt Ahnenforschung und selektiert streng nach gesundheitlichen Gesichtspunkten und hat somit alles ihm Mögliche getan, um einen gesunden Hund zu züchten. Für die Zukunft bleibt zu wünschen, dass Gesundheitsuntersuchungen verpflichtend für alle Zuchthunde werden und, dass transparenter und offener mit aufgetretenen Krankheiten umgegangen wird. 

Völlig sicher sein, dass ein Hund frei von Erbkrankheiten ist, kann man sich nur, wenn man seine DNA untersuchen würde. Die Genetik in der Hundezucht ist ein noch relativ junger Wissenschaftszweig, der in den letzten Jahren zwar gewaltig an Bedeutung gewonnen hat, jedoch derzeit noch keine Möglichkeit bietet, die DNA des Zwergpinschers zu entschlüsseln. Ein erster Ansatz ist der Aufbau einer Blutbank für alle Pinscher und Schnauzer Rassen, die der PSK in Zusammenarbeit mit der Tierärztlichen Hochschule Hannover voran treibt. Näheres hierzu: Klick 

 

Wenn Sie mehr über die Bedeutung der Genetik in der Hundezucht erfahren möchten, lesen Sie den Beitrag der GKF zur "Molekulargenetik in der Hundezucht".

 

Gesundheit: ein Leben lang

 

Neben den genetischen Voraussetzungen, die ein Hund mitbringt, und den Umweltfaktoren, die weitgehend steuerbar sind, gibt es weitere Maßnahmen, die Sie als Hundehalter zur Gesunderhaltung Ihres Hundes durchführen sollten. Hierzu gehören u.a. auch regelmäßige Gesundheitschecks, Zahnkontrollen, Impfungen und Wurmkuren, sowie Arztbesuche im Krankheitsfall. Unerlässlich ist es, sich als (zukünftiger) Hundebesitzer über die artgerechte Haltung und Ernährung zu informieren. Lassen Sie Ihrem Hund, auch im Wachstum, ausreichend Bewegung und Beschäftigung zukommen (ohne ihn dabei zu überfordern oder zu überlasten!). Dies sorgt nicht nur für eine ausgeglichene Psyche Ihres Vierbeiners, es stärkt vielmehr Knochen, Muskulatur, Sehnen und Bänder. Ebenso wichtig, wie eine angemessene, ausreichende Bewegung ist für die Gesundheit Ihres Hundes eine ausgewogene Ernährung. Achten Sie unbedingt darauf, dass Ihr Hund mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt wird. Auch die Futtermenge muss dem jeweiligen Hund (Größe, Bewegungsdrang, Stoffwechsel...) angepasst sein. Übergewicht kann bei Hunden, wie beim Menschen auch, zu den sog. "Wohlstandskrankheiten" führen!

 

 

Mit einer robusten Gesundheit und entsprechender Vorsoge, kommt man auch gesund durch den Winter...

 

 

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